CT-basierte Knochendichtemessung im Radiologischen Zentrum Burgenlandkreis
Osteoporose ist eine Erkrankung, bei der die Knochen an Stabilität verlieren und dadurch leichter brechen können. Häufig entwickelt sich die Erkrankung schleichend und bleibt lange unbemerkt. Eine Knochendichtemessung kann dabei helfen, eine verminderte Knochenstabilität festzustellen und das Risiko für osteoporosebedingte Knochenbrüche besser einzuschätzen.
Im Radiologischen Zentrum Burgenlandkreis bieten wir die Knochendichtemessung anhand von CT an. Dabei wird die Knochendichte mithilfe einer computertomographischen Untersuchung beziehungsweise Auswertung beurteilt.
Dieses Verfahren wird auch als quantitative Computertomographie, kurz QCT, bezeichnet. Im Unterschied zur klassischen DXA-Messung kann die CT-basierte Methode die Knochenstruktur dreidimensional erfassen und die Knochenmineraldichte volumetrisch beurteilen
Wann ist eine CT-basierte Knochendichtemessung sinnvoll?
Eine Knochendichtemessung anhand von CT kann sinnvoll sein, wenn der Verdacht auf eine Osteoporose besteht oder wenn eine genauere Beurteilung der Knochenstruktur erforderlich ist.
Mögliche Gründe für die Untersuchung sind:
- Verdacht auf Osteoporose
- Knochenbruch ohne angemessenen Unfallmechanismus
- bekannte Osteoporose zur Verlaufskontrolle
- deutliche Größenabnahme
- Verdacht auf Wirbelkörperveränderungen
- erhöhtes Osteoporose- oder Frakturrisiko
- langfristige Einnahme bestimmter Medikamente, zum Beispiel Cortison
- familiäre Vorbelastung
- unklare oder nicht ausreichend beurteilbare Voruntersuchungen
Wie läuft die Untersuchung ab?
Die Untersuchung erfolgt mithilfe eines Computertomographen. Während der Untersuchung liegen Sie ruhig auf der Untersuchungsliege. Das CT-Gerät erstellt Schnittbilder des zu untersuchenden Bereichs, meist im Bereich der Lendenwirbelsäule.
Anhand dieser Daten kann die Knochendichte beurteilt werden. Die CT-basierte Messung ermöglicht eine dreidimensionale Auswertung der Knochenmineraldichte. Besonders die Lendenwirbelsäule ist bei der zentralen QCT eine wichtige Messregion.
Die Untersuchung ist schmerzfrei. Während der Aufnahme sollten Sie möglichst ruhig liegen, damit eine gute Bildqualität erreicht wird.
Vorbereitung auf die CT-Knochendichtemessung
Eine besondere Vorbereitung ist in der Regel nicht erforderlich. Sie müssen für die Untersuchung normalerweise nicht nüchtern erscheinen.
Bitte bringen Sie mit:
- Ihre Überweisung, falls vorhanden
- Ihre Versichertenkarte
- vorhandene Vorbefunde zur Knochendichte
- relevante Arztbriefe
- eine aktuelle Medikamentenliste
- Informationen zu bekannten Implantaten oder Operationen an Wirbelsäule oder Hüfte
Metallische Gegenstände im Untersuchungsbereich sollten vor der Untersuchung abgelegt werden, da sie die Bildqualität beeinflussen können.
Was sagt das Ergebnis aus?
Das Ergebnis gibt Hinweise darauf, ob eine normale, verminderte oder deutlich reduzierte Knochendichte vorliegt. Damit kann das persönliche Risiko für osteoporosebedingte Knochenbrüche besser eingeschätzt werden.
Wichtig ist: Die Knochendichtemessung ist nur ein Teil der Osteoporose-Diagnostik. Für die weitere ärztliche Beurteilung sind auch Beschwerden, Vorerkrankungen, Medikamente, Laborwerte, bisherige Knochenbrüche und das individuelle Frakturrisiko entscheidend.
Bei der CT-basierten Knochendichtemessung werden die Ergebnisse anders bewertet als bei der klassischen DXA-Messung. Die WHO-T-Score-Definition der Osteoporose ist auf die DXA-Messung bezogen und sollte nicht direkt auf QCT-Untersuchungen übertragen werden.
Hinweise zur Kostenübernahme
Die Kostenübernahme hängt vom Versicherungsstatus, der medizinischen Indikation und dem jeweiligen Kostenträger ab.
Wichtig für gesetzlich versicherte Patientinnen und Patienten: Die Kostenübernahme der gesetzlichen Krankenkassen bezieht sich in der Regel auf die DXA-Messung unter bestimmten medizinischen Voraussetzungen. Andere Messverfahren wie die quantitative Computertomographie, also QCT, werden nach aktueller sozialrechtlicher Darstellung von den gesetzlichen Krankenkassen derzeit nicht übernommen.
Bitte klären Sie daher vor der Untersuchung mit Ihrer behandelnden Praxis, Ihrer Krankenkasse oder unserem Team, ob eine Kostenübernahme möglich ist oder ob die Untersuchung als Selbstzahlerleistung erfolgt.
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